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„Predators“ mit Adrien Brody im Kino

Die bis an die Maxillen bewaffneten außerirdischen Großwildjäger schlagen sich diesmal nicht mit Schwarzenegger oder Aliens, sondern kidnappen Söldner, Todeszellen- kandidaten, Yakuza und ähnlich gemein gefährliche Menschen, um sie als Freiwild im Urwald eines fremden Planeten auszusetzen. Der Plot ist zweckmäßig simpel und könnte das Fundament für schön stupide Action-Gülle sein. Dem mittlerweile fünften Jagdausflug der Krebsköpfe, diesmal unter der Regie von Nimrod Antal („Kontroll“), fehlt es aber leider an neuen Ideen und Schauwerten.
Erwähnenswert ist höchstens die Fehlbesetzung von Adrien Brody („Der Pianist“) als Arnold-Kopie Royce mit aufgemaltem Bauchmuskel-Six-Pack, der nur in kernigen Arnoldismen kommunizieren darf. Der aufgedunsene Laurence Fishburne („Matrix“) macht als beinharter Überlebenskünstler ebenfalls eine unfreiwillig komische Figur. Erstaunlich auch, wie altbacken „Predators“ daher kommt. Schließlich ist der Film unter der Aufsicht von Troublemaker Robert Rodriguez entstanden, der mit Filmen wie „Sin City“ und „Planet Terror“ bewiesen hat, dass er weiß, was Spaß macht.

Text: Jörg Buttgereit

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Predators“ im Kino in Berlin

Predators, USA 2010; Regie: Nimrod Antal; Darsteller: Adrien Brody (Royce), Laurence Fishburne (Noland), Topher Grace (Edwin); 105 Minuten

Kinostart: 8. Juli 2010

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