Kino & Stream

Premiere der Dokumentation „Open“

Echoes

In der Dokumentation „Open“, welche die in Grönland als Tochter dänischer Eltern geborene Regisseurin Ivalo Frank jetzt als Premiere im Babylon Mitte vorstellt, porträtiert sie in ruhigen Schwarz-Weiß-Bildern sechs grönländische Patienten und Patientinnen einer forensischen Klinik für psychisch gestörte Gewalttäter in Dänemark: ein trauriges, aber faszinierendes Dokument über ihrer Kultur entrissene Menschen, das in seinen Inszenierungsstrategien sowohl viel über Isolation und Gefangenschaft aussagt als auch von den Problemen der grönländischen Inuit mit Drogen, Alkohol und Gewalt erzählt. „Open“ läuft zusammen mit dem 24-minütigen Vorfilm „Echoes“ (Foto): Hier setzt Ivalo Frank die Erhabenheit der grönländischen Landschaft in Beziehung zum Zivilisationsmüll eines im Zweiten Weltkrieg aufgegebenen amerikanischen Militärflugplatzes.

Text: Lars Penning

„Open“ (Premiere) + „Echoes“ (Vorfilm), Sa 22.6., 20 Uhr im Babylon Mitte

www.babylonberlin.de

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