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„Promised Land“ im Kino

Promised Land

Wenn Matt Damon in der Rolle des Konzernvertreters Steve Butler an den Türen von Provinzbewohnern in Pennsylvania klingelt, dann verspricht er den einfachen Leuten eine Zukunft als Millionäre. Sie müssen ihm nur Bohrrechte überlassen, denn das Schiefergas, das tief unter ihren Häusern liegt, verspricht Riesengewinne. Der aktuelle Goldrausch um Amerikas Energieressource hat allerdings einen Haken: Große Mengen an Chemikalien werden beim sogenannten Fracking in den Boden gepresst, um an das Gas zu gelangen – mit unklarer Wirkung auf die Umwelt.
Um das umstrittene Thema dreht sich Gus Van Sants hochkarätig besetzter Film, den der Autorenfilmer im konventionellen Stil inszeniert, ein pathetisches Ende inklusive. Im Zentrum stehen Damon und Frances McDormand als prächtig harmonierendes, schlagfertiges Duo, das der klammen Bevölkerung mit jovialen Sprüchen Bohrgenehmigungen abschwatzt. Klug, dass die Sympathieträger auf der „dunklen“ Seite des Geschäfts agieren. Statt ein einfaches Bild des verhängnisvollen Prozesses zu zeichnen, gelingt Van Sant auf diese Art ein so unterhaltsamer wie klarsichtiger Beitrag zu einem Thema mit gesellschaftspolitischem Sprengstoff.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Universal Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Promised Land“ im Kino in Berlin

Promised Land, USA 2012; Regie: Gus Van Sant; Darsteller: Matt Damon (Steve Butler), John Krasinski (Dustin Noble), Frances McDormand (Sue Thomason); 107 Minuten; FSK 6

Kinostart: 20. Juni

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