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„Public Enemy No.1 – Todestrieb“ im Kino

Public Enemy No.1 - TodestriebTodestrieb“ ist der zweite Teil der Monumentalbiografie über den „Public Enemy No. 1“ im Frankreich der 60er und 70er Jahre, den Kriminellen Jacques Mesrine. Im Charakter ist dieser Film ganz anders als der erste Teil („Mordinstinkt„, seit 23. April in den Kinos). Nicht mehr die beiläufige Brutalität, mit der sich ein Kleinganove zum gefürchteten Ver­brecher hochschwingt, steht im Zentrum, sondern das respektlose und oftmals witzige Spiel des bereits weithin für seine spektakulären Ausbrüche und furcht­losen Banküberfälle bekannten Mesrine mit der Staatsmacht im Allgemeinen und der Polizei im Besonderen.
Vincent Cassel, der für seine Darstellung von Mesrine zu Recht mit dem französischen Filmpreis geehrt wurde, gibt der Figur viel Coolness und Charme und lässt selbst die unglaublichsten Abenteuer glaubhaft werden. Etwa wenn es Mesrine gelingt, bei seinem eigenen Prozess den vorsitzenden Richter zu entführen und so zu entkommen. Solche Schelmenstücke haben Mesrine in Frankreich zur bleibenden Legende gemacht – und auch dieser Film strickt eifrig weiter an der Kriminellensaga.

Text: Catherine Newmark

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ im Kino in Berlin

Public Enemy No. 1 – Todestrieb (L’ennemi public n° 1), Frankreich 2008; Regie: Jean-François Richet; Darsteller: Vincent Cassel (Jacques Mesrine), Ludivine Sagnier (Sylvie Jeanjacquot), Olivier Gourmet (Kommissar Broussard); Farbe, 132 Minuten

Kinostart: 21. Mai

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