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Puppentrick im Stop-Motion-Verfahren: „ParaNorman“

ParaNormanPuppentrick im Stop-Motion-Verfahren gehört zu den schönsten Gattungen des Animationsfilms – vor allem, weil man bei dieser langwierigen frickeligen Arbeit immer die besondere Liebe der Filmemacher zu ihren Figuren herausspürt. Nachdem die amerikanische Produktionsfirma Laika zuletzt die tolle fantastisch-düstere Kinderfabel „Coraline“ (R: Henry Selick, 2009) in dieser Technik am Start hatte, bringt sie nun mit „ParaNorman“ erneut einen „Horrorfilm“ ins Kino: Der kleine Norman, der ob seiner Fähigkeit mit Verstorbenen zu reden zum Außenseiter geworden ist, muss sein Heimatstädtchen vor dem Fluch einer Hexe retten.

Doch während Animation, Figuren- und Setgestaltung einmal mehr begeistern, fällt die Geschichte – etwa im Vergleich zum originellen „Coraline“ – leider ab. Denn zu oft verlassen sich die Regisseure Chris Butler und Sam Fell in ihrer absurden Coming-of-Age-Komödie auf parodistische Wiedererkennungseffekte: John Carpenter, Zombiefilme, Hitchcock – bei entsprechender Vorbildung lässt sich fast jede Szene zuordnen. Der durchaus vorhandene Witz des Unternehmens verblasst dabei ein wenig.   

Text: Lars Penning
Foto: Universal Pictures International
tip-Bewertung: Annehmbar

ParaNorman: Orte und Zeiten in Berlin
USA 2012; Regie: Chris Butler, Sam Fell; Sprecher OF: Kodi Smit-McPhee (Norman Babcock), Tucker Albrizzi (Neil), Anna Kendrick (Courtney); 93 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 23. August

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