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Queer as Folk

Cover
Ein Blow-Job, Rimming und eine Analnummer mit seligem Orgasmus: Bereits in der ersten Folge ging die britische Fernsehserie „Queer as Folk“ nicht nur mit dieser Szene in die schwule Offensive.

Viele Zuschauer regten sich damals darüber auf, aber noch mehr schalteten Channel 4 ein, um einer Clique von drei schwulen Jungs aus Manchester zuzuschauen: dem sexy Boy Nathan, dem witzigen Normalo und leitenden Supermarktangestellten Vince und dem selbstgefälligen Schönling Stuart. Der Gay-Serien-Vorreiter bewegt sich dabei irgendwo an der Schnittstelle zwischen schwuler Wirklichkeit, selbstbewusster Fantasie und „Everybody Dance Now“-Klischees – und war nach Ansicht des Serienschöpfers Russell T. Davies leider schon nach zweimal sechs Folgen und einem Special auserzählt.

Der kurz danach produzierte US-„Queer as Folk“ war zwar hochgestylter, weniger inselrau und manchmal auch nicht ganz so mutig. Dafür hielt der transatlantische Ableger, dessen erste drei Staffeln auch schon in Deutschland erschienen sind, über fünf Seasons durch.


Text:
Sascha Rettig


Queer as Folk: The Definitive Edition
Großbritannien 1999–2000;
342 Minuten;
Import-DVD


Queer as Folk USA 2000–2005;
in Deutschland erschienen bei Warner Home Video

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