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„R.E.D. – Älter, härter, besser!“ im Kino

R.E.D.Das spöttische Grinsen gehörte schon immer zum mimischen Repertoire von Bruce Willis. Früher kam es zum Einsatz, wenn er (im Film) mal wieder ein paar Leute umgelegt hatte, mittlerweile ist das Grinsen zum Bestandteil einer durchaus charmant wirkenden Selbstironie geworden, die dem ehemals passionierten Feinripp-Unterhemdenträger ein wenig das Machohafte nimmt. In „R.E.D.“ sieht man den mittlerweile 55-jährigen Willis zunächst als einen mit seiner Situation fremdelnden Frühpensionär, der am Telefon mit der Dame von der Rentenkasse (!) flirtet. Doch dann – gerade hat man ihn in Hausschuhen und Bademantel nachts aufs Klo schlappen sehen – kommt ein Killerkommando vorbei: viel Krawumms – und der einzige Unversehrte ist natürlich Bruce. Der muss als gewitzter Ex-CIA-Agent nunmehr versuchen, gemeinsam mit einer drolligen Rentnergang von ehemaligen Kollegen (John Malkovich, Morgan Freeman, Helen Mirren) ein schwer verständliches Komplott aufzudecken. „R.E.D.“ versteht sich dabei jedoch nicht als Pa­rodie, sondern als veritabler Actionfilm. Dass sich alle Beteiligten trotzdem nicht so furchtbar ernst nehmen, macht das Vergnügen an diesem „Alterswerk“ aus.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „R.E.D. – Älter, härter, besser!“ im Kino in Berlin

„R.E.D. – Älter, härter, besser!“ USA 2010; Regie: Robert Schwentke; Darsteller: Bruce Willis (Frank Moses), Morgan Freeman (Joe Matheson), John Malkovich (Marvin Boggs); 111 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 28. Oktober

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