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„The Raid“ im Kino

The Raid

Die Beschränkung auf ein Gebäude als Hauptschauplatz begrenzt Produktionskosten und hat vor allem im Horrorgenre Tradition. Der walisische Regisseur Gareth Evans nutzt in „The Raid“ ein heruntergekommenes Hochhaus als Hauptquartier indonesischer Gangster, die von einer Spezialeinheit der Polizei attackiert werden. Der Film weist auf Korruption im südostasiatischen Inselstaat hin, aber im Grunde geht es um spektakuläre Gewaltdarstellungen. Eine nennenswerte Handlung und ein dramaturgischer Spannungsbogen fehlen, doch die Martial-Arts-Duelle sind knochenhart und packend inszeniert. Der Einsatz echter Kampfsportler in Hauptrollen ermöglicht lange Einstellungen, um die Artistik der Fighter zu verdeutlichen, unter ihnen Yayan Ruhian, ein Meister der Showkampfart Pencak Silat, der auch als Stunt-Choreograf fungiert. Der unpolierte Look des Films passt zum Geschehen, und man spürt, dass die Macher mit Herz und Seele bei der Sache sind.

Text: Ralph Umard

Foto: Koch Media

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „The Raid“ im Kino in Berlin

The Raid, Indonesien 2011; Regie: Gareth Evans; Darsteller: Iko Uwais (Rama), Doni Alamsyah (Andi), Ananda George (Ari); 101 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 12. Juli

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