Computerspiel-Verfilmung

„Rampage – Big Meets Bigger“ im Kino

Der Umgang mit seinen Mitmenschen ist nicht Davis Okoyes Stärke. Zu Tieren und insbesondere dem Albino-Silberrücken-Gorilla George hat der Primatenforscher und Ex-Elitesoldat aber eine besondere Beziehung

Den Gorilla hat Davis als jungen Waisen vor Wilderern gerettet und bei sich im Zoo aufgezogen. Eine unerschütterliche Freundschaft verbindet die beiden seitdem. Die wird jedoch auf die Probe gestellt, als George in Kontakt mit der Probe eines illegalen Genexperiments kommt und zum Monster mutiert, das alles zerstört, was ihm in die Quere kommt.

Bald stellt sich heraus, dass auch zwei weitere Tiere, eine Urzeitechse und ein Wolf, zu blutrünstigen Bestien mutiert sind und alles in Schutt und Asche legen. Zusammen mit der Gentechnikerin Kate Caldwell versucht Davis ein Gegenmittel zu finden, um die Zerstörung aufzuhalten – und seinen einstigen Freund zu retten.

Selbst in die Rolle von Gorilla, Dinosaurier oder Werwolf schlüpfen und Gebäude zertrampeln, konnte, wer in den 80ern „Rampage“ spielte. Diesen Videospielklassiker hat nun Regisseur Brad Peyton verfilmt. Und dabei Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson, mit dem er schon bei „San Andreas“ und „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ zusammen gearbeitet hat, nicht nur die Hauptrolle gegeben, sondern gleich den ganzen Film auf ihn zugeschnitten. Mit Actionszenen und Spezialeffekten geizt der Film deshalb erwartungsgemäß nicht. Die animierten Monstertiere lassen natürlich an „King Kong“ und „Godzilla“ erinnern, wobei bei den computeranimierten Zerstörungsorgien nochmal eins drauf gesetzt wurde. Diese erreichen gigantische Ausmaße – getreu der Videospielvorlage: ist die Stadt zerstört, geht es ins nächste Level (und das im Spiel über 700 Level lang). Die Special Effects sorgen auch dafür, dass der Blockbuster durchgehend fesselnd ist. Dass dabei die Story auf der Strecke bleibt, war leider zu erwarten. Alexander Wenzel

Rampage (OT) USA 2018, 107 Min., R: Brad Peyton, D: Dwayne Johnson, Naomie Harris, Malin Akerman, Joe Manganiello, Start: 10.5.

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