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„Rango“ im Kino

rango„Rango“ markiert die Wiedergeburt des Westerns als Animationsfilm und kann auf 3D gut und gerne verzichten, weil er als eine einzige große Halluzination funktioniert, in der vieles möglich ist. Die Titelfigur ist ein Chamäleon, das sich plötzlich als Held der Geschichte wiederfindet, aber einige Schwierigkeiten hat, diese Rolle zu akzeptieren.

Dass es ihm am Ende, als es darum geht, die Bewohner eines Wüstenstädtchens vor einer drohenden Dürre zu bewahren, dennoch gelingt, verdankt es auch einer wegweisenden Begegnung mit dem „Spirit of the West“, dem Clint Eastwoods „Mann ohne Namen“ die Gestalt verleiht: „Rango“ gelingt es überzeugend, Elemente des klassischen Westerns mit denen des Italowesterns zu kombinieren. Dabei ist der Film visuell ansprechend und bleibt bei aller Reflexion über das Erzählen erstaunlich gradlinig – was man von Regisseur Gore Verbinski (der zuvor die „Fluch der Karibik“-Trilogie inszenierte) eigentlich nicht unbedingt erwartet hätte.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Rango“ im Kino in Berlin

Rango USA 2011; Regie: Gore Verbinski; Sprecher der OF: Johnny Depp (Rango), Isla Fisher (Bean), Abigail Breslin (Priscilla); 107 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 3. März

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