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„Reality-XL“ im Kino

Reality-XL

Heiner Lauterbach als Physiker, der im Arbeitsrausch statt physikalischer Teilchen die eigene Phantasie derart beschleunigt, dass die Realität verhandelbar wird. Ein stilistisch allzu kontrolliertes Kammerspiel über Moral und Hybris in der Wissenschaft, das von der Quantenphysik zur Transzendenz kommt und kurz bei der Subjektpsychologie innehält, um deren Gültigkeit gleich wieder auszuhebeln. Mit der Konsequenz eines Christopher Nolan oder auch der Verspieltheit von Kaufman/Jonze hätte daraus eine mitreißende intellektuelle Achterbahnfahrt werden können, doch „Reality-XL“ ist über weite Strecken prätentiös und argumentativ besenrein inszeniert.

Text: Stella Donata Haag

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Reality-XL“ im Kino in Berlin

Reality-XL, Deutschland 2011; Regie: Tom Bohn; Darsteller: Heiner Lauterbach (Professor Carus), Max Tidof (Robin Spector), Godehard Giese (Antoine); 81 Minuten; FSK 12

Kinostart: 12. Januar

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