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Regiedebüt von Dustin Hoffman: „Quartett“

QuartettIm Alter von 75 Jahren erprobt sich Dustin Hoffman noch einmal auf neuem Terrain: Mit „Quartett“ gibt der Hollywood-Schauspieler sein spätes Regiedebüt. Der Rückzug kann warten – ganz anders als bei den Künstlern in seinem Erstling, die sich für den Lebensabend in einer Altenresidenz für Opernsänger und -sängerinnen auf dem englischen Lande entschieden haben. Als die Operndiva Jean (Maggie Smith) dort als neue Mitbewohnerin auftaucht, kommt die Idee, sie zu einem letzten Auftritt bei einem Benefizkonzert mit

Cecily (Pauline Collins), Wilfred (Billy Connolly) und ihrem bis heute durch die Scheidung zutiefst verletzten Ex-Mann Reginald (Tom Courtenay) zu überzeugen. Sicherlich spielen auch der Tod, die Vergänglichkeit und die Eitelkeiten der Bewohner eine Rolle. Doch Hoffman dringt nicht zu tief in die Verzweiflungen und Melancholien der letzten Lebensjahre ein, sondern inszeniert das Zusammenraufen der Truppe mit äußerst leichter Hand. Ähnlich wie kürzlich in „Best Exotic Marigold Hotel“ wird die Tragik dabei mit Humor abgefedert und dem Film von einem Ensemble aus Schauspielveteranen lebens- und spielfreudig über manche Schwachstelle hinweggeholfen. 

Text: Sascha Rettig

Foto: DCM

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: Quartett

Quartett Großbritannien 2012; Regie: Dustin Hoffman; Darsteller: Maggie Smith (Jean Horton), Tom Courtenay (Reginald Paget), Billy Connolly (Wilf Bond); 98 Minuten;

Filmstart: 24. Januar

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