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Renйe Zellweger in „New In Town“ im Kino

Themen wie Werkschließungen, Arbeitslosigkeit und drohender sozialer Absturz sind längst auch in Hollywoods Mainstream-Komödien angekommen. Da gibt es nur ein klitzekleines Problem: Man hat es zwar mit ziemlich unerfreulichen Schwierigkeiten zu tun, möchte das Publikum jedoch um keinen Preis deprimieren. Die Konsequenz heißt kuschelige Sozialromanik, und mit genau dieser hat man es auch in der Komödie „New in Town“ von Regisseur Jonas Elmer zu tun: Da kommt Lucy Hill (Renйe Zellweger) als aufstrebende Managerin eines Nahrungsmittelkonzerns aus Miami ins kalte Minnesota, um eine unrentable Fabrik wieder flottzumachen (heißt in der Managerlogik: Arbeitskräfte entlassen), und endet als Vorstand einer Mitarbeiterkooperative, die die Fabrik in Eigenregie betreibt und mit dem Puddingrezept der Sekretärin einen Nahrungsmittelhit landet. Zwi­­schendrin ringt sich der Film ein paar laue Gags zum Gegensatz zwischen warmer Stadt und kaltem Land ab, und Lucy geht auf Tuchfühlung mit dem örtlichen Gewerkschaftsvertreter. Das hin­terlässt alle Beteiligten mit einem außerordentlichen Wohlgefühl. Die hässliche Realität wartet ir­gend­wo anders.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „New in Town“ im Kino in Berlin

New in Town, USA 2009; Regie: Jonas Elmer; Darsteller: Renйe Zellweger (Lucy Hill), Harry Connick, Jr. (Ted Mitchell), J. K. Simmons (Stu Kopenhafer); Farbe, 97 Minuten

Kinostart: 26. November

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