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„Resident Evil: Retribution 3D“ im Kino

Resident Evil: Retribution 3D

Wenn das Plakat verkündet „Der letzte Kampf beginnt“, dann weiß der Zuschauer gleich, dass der mittlerweile fünfte Film dieser Reihe nicht der letzte sein dürfte (und dass er sich in der Startwoche auf Platz 1 an den US-Kinokassen setzte, spricht ebenfalls dafür): In der Tat endet auch er, wie schon sein Vorläufer, mit einem Cliffhanger. Erneut kämpft sich ein kleines Fähnlein Aufrechter durch eine von Zombies bevölkerte Welt, gejagt von der allmächtigen Umbrella Corporation, deren Experimente die Katastrophe verursacht haben. Unter der Führung von Alice, die das Serum nicht in einen Zombie, sondern in eine Kampfmaschine verwandelte, wird geballert, was das Zeug hält, auf Zombies, auf einstige Verbündete, die jetzt im Auftrag von Umbrella stehen, und auf einige gigantische Monster. Von der Verfilmung eines Videospiels darf man keine Filmkunst erwarten: die Dialoge gehören auch hier wieder zur allerschlichtesten Sorte, aber wo der Vorgänger in seinen architektonischen Labyrinthen immerhin ein Gespür für 3-D-Effekte aufwies, sind diese diesmal nichts Besonderes und auch die Handlung ist noch rudimentärer geworden, auch wenn Alice sich mit ihren Getreuen durch eine virtuelle Simulation von Moskau schlagen muss. Regisseur Paul W.S. Anderson mag ja als Entdecker von Franchise-Unternehmen („Alien vs. Predator“) ein glückliches Händchen fürs Kommerzielle haben, aber als Drehbuchautor hat er diesmal wahrhaftig nicht sein Bestes gegeben; seine Ehefrau Milla Jovovich kann einmal mehr mit attraktiven Outfits aufwarten, aber fortwährende Nahaufnahmen, in denen sie immer wieder denselben Gesichtsausdruck zwischen entschlossen und fragend zur Schau stellt, tragen nicht dazu bei, das Interesse des Zuschauers über anderthalb Stunden zu halten. Da helfen auch jene kurzen Momente nicht, in denen Zeitlupen und Rückwärtsbewegungen die Kampfszenen in Ballette verwandeln.

Text: Frank Arnold

Foto: 2012 Constantin Film Verleih GmbH

tip-Bewertung: Uninteressant

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Resident Evil: Retribution 3D, Großbritannien/Deutschland/USA 2012; Regie: Paul W.S. Anderson; Darsteller: Milla Jovovich (Alice), Sienna Guillory (Jill Valentine), Michelle Rodriguez (Rain Ocampo); 96 Minuten; FSK 16

Kinostart: 20. September

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