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Retrospektive: Lubtisch und Heymann im Babylon Mitte

Ernst Lubitsch und Marlene Dietrich

Mit dem größten Teil des Gesamtwerks von Ernst Lubitsch (im Bild mit Marlene Dietrich) sowie Filmen, zu denen Werner Richard Heymann die Musik komponierte, widmet sich das Babylon-Mitte umfassend der spannenden Frage, wie sehr die deutsche Komödientradition letztlich den amerikanischen Film beeinflusste. Emigrierten doch beide deutschen Filmkünstler in die USA und arbeiteten in Hollywood schließlich auch mehrfach erfolgreich (etwa bei „Ninotschka“, 1939) zusammen. Heymanns große Zeit war die deutsche Tonfilmoperette gewesen: Die schmissige Musik von Filmhits wie „Die Drei von der Tankstelle“ (1930) und „Der Kongress tanzt“ (1931) stammt von ihm. Lubitsch hingegen war bereits zu Stummfilmzeiten nach Hollywood geholt worden, wo er alsbald insbesondere in Komödien mit dem „Lubitsch-Touch“ reüssierte, einer elegant-indirekten Erzählweise, die das Publikum zu Mitverschworenen macht. Von „Meyer in Berlin“ (1918) bis „Angel“ (1937) immer wieder ein Genuss.

Text: Lars Penning

Foto: Quelle: Nicola Lubitsch

Retrospektive Lubitsch und Heymann, Fr 19.7.–So 28.7. im Babylon Mitte. Mit den Gästen Nicola Lubitsch und Elisabeth Heymann, den Töchtern der Filmkünstler.

www.babylonberlin.de

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