Science Fiction

„Rewind – Die zweite Chance“ im Kino

Was als ­Krimi im „Tatort“-Stil mit Mordfall, Ermittlerduo und Spurensuche beginnt, bekommt mithilfe Quantenphysik und Zeitreise ein Science-Fiction-Element

Real Fiction

Ein Fast-Autounfall, eine Geiselnahme, ein Banküberfall. Dann ein Zeitsprung um ein paar Monate nach vorne: Ein Mann wird ermordet, Kommissar Richard Lenders und sein Kollege Gerbaulet ermitteln. Schnell finden die beiden heraus, dass der Mord mit dem Überfall zu ­Beginn zusammenhängt. Doch ein implantierter Chip im Kopf des Toten und eine im Wald vergrabene Festplatte voll quantenmechanischer Formeln sorgen für Ratlosigkeit. Physik-Doktorandin Sophia van Thijssen hilft: Mit den Formeln lässt sich die Teleportation von Objekten berechnen. Stammt der Tote also aus einer anderen Zeit? Und wenn ja: Kann Lenders mithilfe des Chips in die Vergangenheit reisen, um den Mord zu verhindern?

Zusammen mit Dominik Graf drehte Johannes F. Sievert 2015 die Dokumentarfilme „­Verfluchte Liebe deutscher Film“ und „Offene Wunde deutscher Film“ über die Geschichte des deutschen Genre-Films. Mit seinem Spielfilm-Debüt „Rewind“ hat Sievert sich nun gleich zwei Genres angenommen. Denn was als ­Krimi im „Tatort“-Stil mit Mordfall, Ermittlerduo und Spurensuche beginnt, bekommt mithilfe Quantenphysik und Zeitreise ein Science-Fiction-Element. Dies wirkt zu Beginn ein ­wenig überdreht und will nicht so ganz zum klassischen Kriminalfilm passen.

Doch der von Alex Brendemühl glaubwürdig gespielte Kommissar Lenders, die atmosphärischen Bilder der in Köln spielenden Handlung und eine durchgängig spannende Inszenierung lassen darüber hinwegsehen. Und machen „Rewind“ zu einem unkonventionellen, sehenswerten Krimi.

Rewind – Die zweite Chance D 2018, 110 Min., R: Johannes F. Sievert, D: Alex Brendemühl, Sylvia Hoeks, Maximilian von Pufendorf, Start: 3.5.

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