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„Riddick“ im Kino

Riddick

Erinnert sich noch jemand an Riddick? Im Jahr 2000 legte David Twohy mit „Pitch Black – Planet der Finsternis“ einen gradlinigen kleinen Genrefilm vor, der physische Qualitäten besaß, nicht zuletzt wegen Vin Diesel, der den stoischen Protagonisten verkörperte und damit zum Star wurde. Für die Fortsetzung „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ (2004) bemühte sich das Duo von Regisseur/Autor und Star/Mitproduzent, der Figur des geheimnisvollen Fremden mit den besonderen Fähigkeiten (so kann er etwa in der Nacht sehen) eine Biografie zu verpassen, die dessen mythische Größe betonte. Heraus kam ein verquaster Film mit einem selbstgefälligen Protagonisten/Hauptdarsteller. Haben Twohy & Diesel diesmal daraus gelernt? Nicht wirklich. „Riddick“ erinnert an die B-Filme der 1980er-Jahre, die im Gefolge von „Alien“ entstanden und die Filmgeschichte plünderten. Für lakonisch-physisches Kino stehen hier nur einige der Darsteller, während Vin Diesel seine überlebensgroße Figur an der Grenze zur Selbstparodie kultiviert und der Film den CGI-Effekten den Vorrang vor einem originellen Drehbuch gibt – als würden die Schauspieler komplett vor Greenscreen agieren.

Text: Frank Arnold

Foto: 2012 Universum Film GmbH

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Riddick“ im Kino in Berlin

Riddick: Dead Man Stalking?, USA 2013; Regie: David Twohy; Darsteller: Vin Diesel (Riddick), Jordi Mollа (Santana), Matthew Nable (Boss Johns); 119 Minuten; FSK o. A.

Kinostart: 19. September

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