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Ausstellung

„Robby Müller – Master of Light“ in der Deutschen Kinemathek

Unabhängiges Arbeiten: Landschaften, karge Räumlichkeiten – und vor allen Schwarzweißbilder: Das sind meine ersten Assoziationen, wenn ich an Filme denke, bei denen Robby Müller für die Kameraarbeit verantwortlich zeichnet

„Im Lauf der Zeit“ (1976), Wim Wenders Stiftung

Das Zonenrandgebiet, das Ruhrgebiet, die Wüste von Arizona, eine Pariser Metrostation in Filmen von Wim Wenders, die Kamerafahrt entlang einer Häuserzeile in Memphis oder die Bewegung eines Bootes durch die Sümpfe von Florida in Filmen von Jim Jarmusch, festgehalten in Bildern, die es dem Zuschauer erlauben, sich in ihnen umzuschauen. Eine vom Niederländischen Filmmuseum konzipierte Ausstellung ist jetzt auch in Berlin zu sehen – begrüßenswert, denn Müller war einer der wichtigsten Kameramänner des Neuen Deutschen Films, nicht nur in der langjährigen Zusammenarbeit mit Wim Wenders (14 Filme) und mit Hans W. Geissendörfer (9 Filme).
1940 geboren, beendete Müller 1964 seine Kameraausbildung in Amsterdam; als Assistent von Gérard Vandenberg kam er nach Deutschland. 1969 arbeitete er hier zum ersten Mal mit Wim Wenders zusammen, später mit Peter Lilienthal und Peter Handke, international mehrfach mit Peter Bogdanovich und Barbet Schroeder, mit Michael Winterbottom und Bela Tarr. Kaum Mainstreamfilme gibt es in seiner Filmografie, sein Herz gehört der freieren Arbeit an unabhängigen Produktionen. Zu sehen sind in der Ausstellung neben groß projizierten Filmausschnitten Interviews, in denen sich Wenders, Jarmusch (fünf gemeinsame Filme) und Lars von Trier („Breaking the Waves“ und „Dancer in the Dark“) zur Zusammenarbeit äußern, sowie an 15 Medienstationen Auszüge aus Müllers Videotagebüchern, daneben seine Polaroids, Setfotos und Plakate.

Robby Müller – Master of Light 6.7. bis 5.11., Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, Tiergarten

4.– 17.8., Filmreihe mit sechs Filmen im Kino Arsenal

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