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Robin Williams ist tot

Robin WilliamsIn den vergangenen Jahren hatte Williams mit starken Depressionen und immer wieder mit Rückschlägen im Kampf gegen seine anhaltende Drogensucht ankämpfen müssen. Gerade erst hatte er zum wiederholten Male ein Zwölf-Schritt-Programm angetreten. Robin Williams galt als Comedy-Genie, seine Improvisationen waren legendär, ließen sich aber nur in den seltensten Fällen mit voller Energie in seinen oftmals begnadeten Filmauftritten umsetzen. Sein letzter Film, „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“, kommt an Weihnachten in die Kinos.
Er war einer der populärsten internationalen Darsteller, dem es gelungen war, sein außergewöhnliches komödiantisches Talent mit dramatischer Tiefe zu verbinden. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft trat Williams als Standup-Comedian in Nachtclubs auf, wo er für die Rolle des chaotisch-liebenswürdigen „Mork vom Ork“ in der gleichnamigen TV-Serie (1978-1982, 91 Episoden) entdeckt wurde. Es folgten weitere TV-Rollen und Gastauftritte, ehe der Komiker mit „Popeye“ unter der Regie von Robert Altman sein Filmdebüt gab.
Erste Erfolgslorbeeren brachte die John-Irving-Verfilmung „Garp – Und wie er die Welt sah“ (1982), in der sein liebenswert schrulliges, verträumt verführerisches Verrücktsein als späteres Markenzeichen erstmalig voll ausgeprägt war. Williams‘ wahnwitziges Sprechtempo und die außerordentliche Improvisationskunst machen ihn zum Meister allen Komödiantentums, aber in anspruchsvollen dramatischen Rollen wie „Club der toten Dichter“ oder „Zeit des Erwachens“ hat er ebenso gezeigt, dass auch als ernsthafter Schauspieler mit ihm zu rechnen ist.
Williams konnte drei Oscar-Nominierungen („Good Morning, Vietnam“, „Der Club der toten Dichter“, „König der Fischer“) verbuchen, bevor er die Statue für seine Nebenrolle als emotional vernarbter Psychotherapeut in „Good Will Hunting“ (1997) in Empfang nehmen durfte.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Eva Rinaldi / Creative Commons

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