Drama

„Rock My Heart“ im Kino

Das einzig Sichere im Leben ist der Tod, doch beklemmende Gedanken daran verdrängen die meisten Menschen bis ins hohe Alter

Bernd Spauke/ Wild Bunch Germany

Oder bis sie aufgrund einer schweren Krankheit gezwungen sind, sich damit auseinanderzusetzen. Wie im Fall der 17-jährigen Jana, die aufgrund eines lebensbedrohlichen Herzfehlers jederzeit sterben kann. Sie reagiert mit Trotz, bis sie durch die zufällige Bekanntschaft mit einem Rennpferd Lebensmut schöpft. Der Hengst ist störrisch wie Jana und lässt außer ihr niemanden an sich heran. Und so kommt der betagte Trainer des Tieres auf die Idee, Jana zum Jockey auszubilden, um mit dem Preisgeld bei einem Rennen seine Schulden begleichen zu können.
Das mag weit hergeholt klingen, doch das vorzügliche Drehbuch und die allesamt natürlich und menschlich eindringlich agierenden Schauspieler erden die außergewöhnliche Story und machen sie glaubwürdig. Der 1995 in Berlin geborenen Lena Klenke gelingt in ihrer ersten Kinohauptrolle eine emotional bewegende Charakterdarstellung, und Dieter Hallervorden verleiht dem mürrischen, vom Ruin bedrohten alten Pferdewirt mit nuanciertem Ausdrucksvermögen sympathische Züge. Zudem vermittelt der Film einen kleinen Eindruck von der gemeinhin unbekannten Welt des Pferderennsports. Und obwohl man ahnt, wie es am Ende ausgeht, sind die Wettkampfszenen äußerst spannend.

Rock My Heart D 2017, 110 Min., R: Hanno Olderdissen, D: Lena Klenke, Dieter Hallervorden, Emilio Sakraya,
Start: 28.9.2017

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