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„Romeos“ im Kino

Romeos

Als Lukas nach Köln zieht, steckt er im Prozess einer Geschlechtsumwandlung. Noch weist sein Körper weibliche Merkmale auf, die er sorgsam verbirgt. In ihrem Kinodebüt rückt Sabine Bernardi nah heran an die Gefühlswelt ihres sehnsüchtigen Protagonisten. Sie zeigt ihn in seiner geteilten Wirklichkeit: einerseits jugendliches Eroberertum in Kölns queerer Partyszene samt erster schwuler Liebe, andererseits einsame Momente, in denen Lukas Buch führt über seine körperliche Veränderung. Dass er stimmiger als Mann aufgehoben ist, daran lässt der Film keinen Zweifel. Statt um innere Identitätskonflikte geht es in erster Linie um den Mut, man selbst zu sein.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Romeos“ im Kino in Berlin

Romeos, Deutschland 2011; Regie: Sabine Bernardi; Darsteller: Rick Okon (Lukas), Maximilian Befort (Fabio), Liv Lisa Fries (Ine); 94 Minuten; FSK 16

Kinostart: 8. Dezember

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