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„Ronal der Barbar“ im Kino

Ronal_der_Barbar_c_Einstein_Film_2011Im Bereich der Erwachsenen-Comics erfreut sich das Barbaren-Genre durchaus einiger Beliebtheit: Ziemlich abstruser Sexismus trifft dabei auf retrofuturistische Fantasy-Geschichten, in denen sich die Krieger möglichst archaisch bekämpfen. Insbesondere der Ernst dieser Comics, ihrer Verfilmungen und der davon inspirierten Shows diverser Heavy-Metal-Bands scheint auf den ersten Blick jene Parodie geradezu herauszufordern, die der dänische Animationsfilm „Ronal der Barbar“ nun liefert. Sein Held Ronal ist ein deprimierter Totalversager, der im Gegensatz zu seinen Stammesgenossen zwar Grips, aber weder Muskeln noch Selbstbewusstsein besitzt. Doch das Amüsement über das allzu Offensichtliche hält sich, wie sich schnell herausstellt, in engen Grenzen in dieser Geschichte einer Suche nach einem magischen Schwert, auf die sich Ronal zusammen mit einem aufdringlichen Barden und einer nicht ganz emanzipierten Amazonen-Kriegerin begeben muss. Zumal der Film eine ausgesprochene Familienfilm-Dramaturgie besitzt und die Gags – der Zielgruppe entsprechend, aber für das Filmland Dänemark untypisch – recht zahm ausfallen.

Text: Lars Penning

Foto: Einstein Film 2011

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Ronal der Barbar“ im Kino in Berlin

Ronal Barbaren Dänemark 2011; Regie: Kresten Vestbjerg Andersen, Philip Einstein Lipski, Thoerbjoern Christoffersen; Darsteller: Sprecher OF: Anders Juul (Ronal), Hadi Ka-Koush (Alibert), Lжrke Winther  (Zandra); 89 Minuten; FSK 12;

Kinostart: 22. Dezember

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