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„The Roommate“ im Kino

The Roommate

College ist für amerikanische Teenager eine Zeit des Aufbruchs und der Orientierung, von Parties und Affären. Aus Fehlern kann man lernen. In „The Roommate“ sind die Lektionen eindeutig: Die Protagonistin Sara (Minka Kelly) begreift, dass eine psychisch labile Mitbewohnerin wie Rebecca (Leighton Meester) das Leben zur Hölle machen kann. Dem Zuschauer hingegen wird eindrucksvoll vorgeführt, wie fad ein Thriller ohne Thrill sein kann, denn die Teenie-Version von Barbet Schroeders Psycho-Reißer „Single White Female“ (1992) verpatzt konsequent jede Gelegenheit für Spannung, Ironie und Hintersinn.
Kino der Oberflächen: Die schöne Sara kommt aus dem Flachland an die Uni von Los Angeles, um irgendetwas mit Mode zu machen, ihre etwas komische Wohnheimzimmernachbarin Rebecca klammert sich sofort an sie. Kurz hofft man, ein gewiefter Twist würde die in glatten Werbebildern gefilmte Produktion aufwerten, doch es gibt nur Enttäuschung. Stetig mobbt und murkst Rebecca Saras Umfeld, ihr ungesundes Interesse an der Mitbewohnerin bleibt bis zum lauen Showdown zwischen der Tussi und der Psychopathin unerklärt. Ein denkbar schwaches Hollywood-Debüt für den dänischen Regisseur Christian E. Christiansen, dessen Kurzfilm „Om Natten“ 2008 immerhin Oscar-nominiert war.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „The Roommate“ im Kino in Berlin

The Roommate, USA 2010; Regie: Christian E. Christiansen; Darsteller: Leighton Meester (Rebecca), Minka Kelly (Sara Matthews), Cam Gigandet (Stephen); 92 Minuten; FSK 16

Kinostart: 24. März

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