Dating-Komödie

„Safari – Match Me If You Can“ im Kino

Mit den richtigen Algorithmen dürfte das alles doch überhaupt kein Problem sein. Eigentlich.

Concorde Filmverleih/ Marc Reimann

Doch wie es auch auf der Leinwand häufiger schon durchexerziert wurde und nun noch einmal in „Safari – Match Me If You Can“: Das perfect Match für den Moment oder auch darüber hinaus zu finden, gestaltet sich meist deutlich komplizierter als jede nach mathematischer Berechnung passende Partner in Sex-Dating-Apps. Rudi Gauls Komödie illustriert das, indem sie einigen sehr unterschiedlichen Usern der fiktiven „Tinder“-Version namens „Safari“ bei Begegnungen mit ihren digitalen Treffern folgt.

Deren Wege und Geschichten kreuzen sich dabei in München reigen-ähnlich: Straßenbahnfahrer Harry (Justus von Dohnányi) gibt sich als Pilot aus und sucht damit ziemlich erfolgreich nach One-Night-Stand-Abwechslung von seiner Ehe mit Aurelie (Sunnyi Melles). Die wiederum ist Therapeutin, in deren Praxis der junge David (Max Mauff) auftaucht. Sein Problem? Er kommt immer so früh, dass es mit seinen Partnerinnen nie wirklich zum Sex kommt. Als Aurelie ihm Sex mit einer deutlich älteren, erfahrenen Frau empfiehlt, trifft er sich mit Mona (Juliane Köhler).

Während der Film in all diesen und weiteren Figuren stellvertretend Themen anlegt, die mit dem digitalen Dating zusammenhängen, entpuppt er sich glücklicherweise nicht als plump zotige Sexkomödie.

Allerdings kann das gute Ensemble auch nicht überspielen, dass die Komödie weit entfernt ist von einer scharfsinnig-bissigen Analyse des virtuellen Kennlernkosmos‘. Stattdessen dümpelt „Safari“ letztlich recht unscheinbar, simpel und auf mäßig komische Weise herum, ohne dem ganzen Datingdilemma wirklich stimulierende Gedanken abzuringen.

Safari – Match Me If You Can D 2018, 109 Min., R: Rudi Gaul, D: Justus von Dohnányi, Juliane Köhler, Max Mauff, Start: 30.8.

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