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Salon Strähnchen: Doris Dörries „Die Friseuse“

FriseuseDas Tor zum Osten steht in Marzahn. Man kann es in alle Richtungen durchschreiten, nach Westen, nach Osten, zum Schnäppchen, ins Glück oder einfach in die nächste Lebensphase. Die Friseuse Kathi König (Gabriela Maria Schmeide) möch­te sich im Shoppingcenter Eastgate mit einem eigenen Laden etablieren – aber da hat sie die Rechnung ohne viele schwierige Umstände gemacht. Dass sie sich nicht unterkriegen lässt, liegt an ihrem Typ („Depressionen? Icke? Nee, da wüss­te ich von“), aber auch daran, dass Doris Dörries Komödie „Die Friseuse“ genau auf jene Sorte Identifikation zielt, die eine Eintrittskarte ins Kino mit neuem Lebensmut belohnt. Kathi König, unverwüstlich, Ossi, pfundig, ist mit ihrer halbwüchsigen Tochter gerade in der Platte gelandet (das Haus behält der Ex), da geht sie auch schon ins Risiko: „Ick werd Kapitalistin.“ Das geht nicht ohne Schattenwirtschaft, und auch Doris Dörrie geht recht locker über die Details des prekären Lebens hinweg, damit „Die Friseuse“ den Zweck nicht verfehlt: eine populäre Komödie mit Berliner Schnauze und Fühlgutfaktor.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung:
Annehmbar

Termine: Die Friseuse im Kino in Berlin

Die Friseuse, Deutschland 2010; Regie: Doris Dörrie; Darsteller: Gabriela Maria Schmeide (Kathi), Natascha Lawiszus (Julia), Ill-Young Kim (Tien); Farbe, 106 Minuten;
Kinostart: 18. Februar

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