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„Saw 3D – Vollendung“ im Kino

Saw 3D - Vollendung

Es sollte der spektakuläre Schlussakkord der „Saw“-Serie sein, in dem sich alle Handlungsstränge bündeln. So langsam waren der Geschichte um den Ritualmörder, der in blutigen „Spielanordnungen“ den Überlebenswillen seiner Opfer testet, auch die Überraschungen ausgegangen. Dagegen findet auch „Saw 3D“ kein Heilmittel, in dem der Parcours der Tötungsmaschinen von einem Erben des längst verstorbenen Ur-Mörders Jigsaw in Gang gehalten wird.
Das Kerngeschäft liegt weiterhin darin, möglichst drastische Foltermöglichkeiten plastisch auszumalen. Dem vermag die behauptete moralische Dimension des „Saw“-Folterers keine Tiefe hinzuzufügen, wonach dieser ein fehlgeleiteter Humanist sei, der seine Opfer für den Wert ihres Lebens sensibilisieren wolle.
Ob geistige Metaebene oder schlichter „Torture Porn“: „Saw 3D“ reagiert auf Abnutzung mit sturer Anhäufung und reiht spannungsfrei gedärmespritzende Kreissägen-Tode an Selbst-Amputationen und Gesichtsperforationen, lassen Körper zerplatzen, zersieden, zermalmen und zerreißen. Nach dem Verkaufsprinzip des billigen Jakob gibt es noch was obendrauf: die 3D-Brille.

Text: Ulrike Rechel

tip-Bewertung: Ärgerlich

Orte und Zeiten: „Saw 3D – Vollendung“ im Kino in Berlin

Saw 3D – Vollendung (Saw 3D), Kanada/USA 2010; Regie: Kevin Greutert; Darsteller: Tobin Bell (Jigsaw/John), Costas Mandylor (Mark Hoffman), Betsy Russell (Jill Tuck); 93 Minuten; FSK 18

Kinostart: 25. November

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