Schwarze Komödie

„Schneider vs. Bax“ im Kino

Der niederländische Regisseur Alex van Warmerdam („Borgman“) bleibt sich treu und schickt auch in „Schneider vs. Bax“ seine Prota­gonisten mit viel schwarzem Humor in absurde Situationen

Schneider vs. Bax Niederlande 2015 Regie: Alex Van Warmerdam, Foto: Pandastorm Pictures

Just an seinem Geburtstag erhält der spießige Familienmensch Schneider (Tom Dewispelaere) den Auftrag, den Schriftsteller Bax (Alex van Warmerdam) in dessen Ferienhaus inmitten einer naturgeschützten Polderlandschaft zu ermorden.
Widerwillig, aber mit der gebotenen Sorgfalt, geht der Auftragskiller ans Werk: Schnell ein paar Brote geschmiert, den Wagen ­gewechselt, den falschen Bart angeklebt und das Gewehr herausgeholt – und los geht‘s. Allerdings hat auch Bax unterdessen einen Anruf erhalten. Schneider, so heißt es, sei nun auf dem Weg. Zeit, das Gewehr klarzumachen…
Dass sich der etwas desorganisierte und zugekokste Bax aber noch um seine schwer depressive Tochter und seinen schmierigen Vater kümmern muss, während sich Schneider mit einem Naturparkwächter und einer Zufallsgeisel herumplagt, ist so nicht vorgesehen – und führt dazu, dass am Ende viele Leute ins Schilf beißen müssen. Dabei macht sich der Film nicht über seine Figuren lustig, denn schwarzer Humor funktioniert ja nur, wenn man das Absurde ernst nimmt. Das tut diese ernste Komödie um Egomanen, die sich nur für sich und ihre Belange interessieren, mit großer Gelassenheit.

Schneider vs. Bax NL 2015, 96 Min. , R: Alex van Warmerdam, D: Tom Dewispelaere, Alex van Warmerdam, Maria Kraakman, Start: 20.10.

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