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Schöne Männer und Frauen in „Ashes Of Time Redux“ im Kino

Extreme Großaufnahmen von Köpfen schöner Männer und Frauen, wie gemalt aussehende Wüs­tenlandschaftstotalen, einige wenige effekttechnisch verfremdete Gefechte – die Stilisierung der Bildgestaltung ist auf die Spitze getrieben. Handlung gibt es so gut wie keine, die Geschichte einiger Schwertkämpfer wird vor allem durch Off-Kommentare vermittelt.
Als dieser manierierte Eastern 1994 erschien, reagierte das Publi­kum überwiegend verstört, und zwar sowohl aufgrund des verworrenen Beziehungsgeflechts der Figuren als auch wegen des experimentellen Charakters des Films. Der Regisseur war selber lange Zeit ratlos, wie er alles strukturieren sollte, und brauchte zwei Jahre für die Fertigstellung. Nach dem Flop seines zweiten Films „Days of Being Wild“ bekam Wong Kar-wai kein Geld, um den geplanten zweiten Teil zu drehen. Doch eigentlich handelt es sich bei „Ashes of Time“ um die Fortsetzung von „Days of Being Wild“ im Gewand eines Kostümfilms mit denselben Stars. Die „Redux“-Schnittfassung von „Ashes of Time“ unterscheidet sich vom Original durch die Umstellung einiger Szenen und eine minimale Kürzung. Die Wirkung aber bleibt die gleiche: Langeweile.

Text: Ralph Umard

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Time Of Ashes Redux“ im Kino in Berlin

Ashes Of Time Redux (Dung che sai duk), Hongkong 1994; Regie: Wong Kar-wai; Darsteller: Leslie Cheung (Feng Ouyang), Brigitte Lin (Mu-rong Yin/Mu-rong Yang), Tony Leung Chiu-wai (Blinder Schwertkämpfer); Farbe, 94 Minuten

Kinostart: 17. September

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