Tragikomödie

„Schwester Weiß“ im Kino

Ein interessanter Geschwister-Konflikt: Martha ist eine sehr gläubige Ordensschwester, ihre Schwester Helene überzeugte Atheistin.

Foto: WFilm
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Die sieht es natürlich gar nicht gerne, wenn Martha Helenes Tochter Maja beim christlichen Ausdruckstanz mitmachen lässt. Doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu: Bei einem Unfall sterben Maja und Helenes Mann Theo, Helene überlebt mit einer Amnesie und kann sich an nichts erinnern, auch nicht an ihre Familie.

Doch wie soll Maja begraben werden? Genauso wie Theo bei einer Naturzeremonie im Wald? Nein, da macht Martha drei Kreuze: Maja muss katholisch bestattet werden! Doch kann Martha das über den Kopf ihrer Schwester hinweg entscheiden? Und Theos Mutter Dolores hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Eine spannende Geschichte, in einem soften Schwäbisch erzählt und mit einem leisen Humor versponnen. So weit alles gut in dem Film von Autor und Regisseur Dennis Todorović. Dazu glänzen Željka Preksavec, Lisa Martinek und die ewig nicht mehr aufgetauchte Beatrice Richter in den Hauptrollen. Was das Vergnügen deutlich schmälert: Zwar ist Todorović sehr wohl auf der Suche nach kinotauglichen Einstellungen, trotzdem geraten die Bilder merkwürdig digital flach und schaffen so eine seltsam künstliche Atmosphäre.

Schwester Weiß D 2015, 101 Min., R: Dennis Todorović, D: Željka Preksavec, Lisa Martinek, Beatrice Richter, Sabine Hahn, Start: 20.10.

Bewertungspunkte2

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