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„Schwesterherzen – Ramonas wilde Welt“ im Kino

Schwesterherzen

Kein Handy. Kein Facebook. Und die Musik kommt vom guten alten Mixtape: „Schwesterherzen“ ist ein durch und durch altmodischer Kinderfilm und damit dem Geist der Vorlage treu – und der Erinnerung ganzer Generationen von Lesern, die seit den 50ern mit den Geschichten um die Schwestern Quimby und ihren Freunden aufgewachsen sind.
Die Klassiker der inzwischen 94-jährigen Autorin Beverly Cleary sind geprägt von amerikanischem Optimismus und ehrlicher Einfühlung in die kindliche Perspektive: Doris Day meets Bullerbü.
Im ländlichen Oregon kreisen die Katastrophen des kindlichen Alltags um gefühltes Außenseitertum und die Verschwörung der Dingwelt gegen die Phantasie. Newcomerin Joey King spielt die neunjährige Ramona mit blauäugiger Gewitzheit und kindlichem Zauber, Teeniestar Selena Gomez hingegen wirkt als sechs Jahre ältere Beezus mit Betonfrisur und Schlauchbootlippen wie eine Barbie im Waldorfkindergarten. In einem doppelbödigeren Film könnte ihre Figur als Horrorvision pubertärer Körperoptimierung gelesen werden, aber hier bleibt sie die unerträglich perfekte und doch herzensgute große Schwester.

Text: Stella Donata Haag

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Schwesterherzen – Ramonas wilde Welt“ im Kino in Berlin

Schwesterherzen – Ramonas wilde Welt (Ramona and Beezus), USA 2010; Regie: Elizabeth Allen; Darsteller: Joey King (Ramona), Selena Gomez (Beezus), John Corbett (Robert Quimby); 104 Minuten

Kinostart: 14. Oktober

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