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„Scialla! Eine Geschichte aus Rom“ im Kino

Scialla!

Der verkappte Schriftsteller Bruno – vom Lehramt in die psychische und physische Malaise getrieben – hält sich mit dem Schreiben von Biografien italienischer Semi-Prominenter und dem Erteilen von Nachhilfestunden über Wasser. Unverhofft erfährt er, dass es sich bei einem der Schüler, dem pubertierenden Heißsporn Luca, um seinen Sohn handelt. Dessen Mutter muss kurzfristig ins Ausland und überredet Bruno, den schwer erziehbaren Knaben bei sich aufzunehmen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bringt der verkrachte Intellektuelle den halbstarken Schulversager zurück in die Spur.
„Scialla!“ – das Spielfilmdebüt des italienischen Drehbuchautors Francesco Bruni – ist eine leichtfüßige Komödie vor römischer Kulisse, deren Darsteller den Hickhack zwischen Vater und Sohn sympathisch und überzeugend darstellen. Leider lanciert Bruni – selbst Familienvater –  zu offensiv seine pädagogischen Anliegen. Und so verkommt „Scialla!“ trotz eines glaubwürdigen Teenager-Psychogramms und intelligenter Komik letztlich zum Wohlfühlfilm. Dabei wäre dieses Debüt richtig gelungen, wenn am Ende nicht alles gut würde.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Paolo Ciriello / Kairos Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Scialla! Eine Geschichte aus Rom“ im Kino in Berlin

Scialla!?, Italien 2011; Regie: Francesco Bruni; Darsteller: Filippo ?Scicchitano (Luca), Fabrizio ?Bentivoglio (Bruno), Barbora Bobulova (Tina); 95 Minuten; ?FSK k. A.

Kinostart: 24. April

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