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„Scream 4“ im Kino

Scream 4

Sidney (Neve Campbell) hat ein Buch über ihre grausigen Erlebnisse als Opfer geschrieben und kommt ausgerechnet am Jahrestag der ersten Morde auf Lesetour an den Ort des Schreckens zurück. Eine Reinkarnation des horrorfilmkundigen Messerschwingers Ghostface (die fleischgewordene Pop-Variante von Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“) lässt da nicht lange auf sich warten. „This isn’t a fucking movie“, brüllt die bedrohte Sidney ihrem maskierten Peiniger entgegen. „It will be!“, antwortet der Killer mit Regieambitionen im Subgenre Web-Snuff. Nach wie vor ist es der ironische Dialogwitz mit den selbstreferenziellen Bezügen aufs Genre, der die vierte Runde der Horrorfilmzitat-Endlosschleife für Gore-Geeks kurzweilig macht. Besonders kreativ wird allerdings nicht gemetzelt. Mit dem Spruch „I hate torture-porn“ distanziert sich der konservative Schlitzer sogar empört von allzu expliziten Genreausformungen und bleibt dem traditionellen Messer als Teenie-Penetrationsinstrument treu.

Text: Jörg Buttgereit

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Scream 4“ im Kino in Berlin

Scream 4, Deutschland/Belgien/Frankreich/USA 2011; Regie: Wes Craven; Darsteller: Lucy Hale (Sherrie), Shenae Grimes (Trudie), Dane Farwell (Ghostface); 105 Minuten; FSK 16

Kinostart: 5. Mai

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