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„Scultura – Hand. Werk. Kunst.“ im Kino

Gut achtzig Minuten dauert es in Francesco Clericis filmischer Studie, bis die bronzene Hundeskulptur des Künstlers Velasco Vitali fertiggestellt ist. Tatsächlich aber wird in „Scultura“ ersichtlich, wie viel Geduld und Können erforderlich sind, bis sich der liegende Hund zu Vitalis anderen Vierbeinern gesellen darf. Dabei scheint im Film alles wie aus der Zeit gefallen. Seien es die Opernarien, denen der Künstler während der Arbeit am Wachsmodell in seinem Atelier lauscht. Oder die über einhundert Jahre alte Bronzegießerei Fonderia Artistica Battaglia in Mailand. Hin und wieder schieben sich alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Gießerei vor den aktuellen Arbeitsprozess. Und wenn etwas deutlich wird, dann wie konstant die einzelnen Schritte ihre Form bewahrt haben. „Scultura“ verzichtet indessen auf jegliche Kommentierung – die langen Betrachtungen von Händen und Material entfalten einen eigenen vorsprachlichen Sog

  

Text: Carolin Weidner

Foto:
Drei Freunde Film

Orte und Zeiten: „Scultura – Hand. Werk. Kunst“ im Kino in Berlin

Scultura – Hand. Werk. Kunst (Il gesto delle mani), Italien 2015; Regie: Francesco Clerici; 80 Minuten

Kinostart: Do, 22. Oktober 2015

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