Thriller

„Searching“ im Kino

Das Leben von vielen spielt sich online ab. Aneesh Chagantys „Searching“ zeigt nun nur das, was auf einem Computermonitor zu sehen ist

Sebastian Baron

Und das ist die Möglichkeit, mit Freunden zu chatten oder gar per Videochat zu kommunizieren, in den Tiefen des Netzes zu recherchieren, in Datenbanken zu stöbern und Videos anzuschauen. All diese Medien nutzt David Kim (John Cho), um seine Tochter Margot aufzuspüren, die eines Abends nicht mehr nach Hause gekommen ist. Bei der Recherche stellt David fest, dass es im Leben seiner Tochter Dinge gibt, die ihm vollkommen unbekannt sind. Freunde hatte sie kaum, war in der Schule isoliert. Die Polizei vermutet hinter Margots Verschwinden ein Verbrechen.
In solchen Momenten erzählt „Searching“ viel über die Auswirkungen eines Lebens online, über den Reiz, via sozialer Medien Aufmerksamkeit zu bekommen. Im Kern ist die Thriller-Geschichte zwar recht schmal und würde einen normal erzählten Film kaum tragen, aber dank der ungewöhnlichen, extrem originellen und überzeugend umgesetzten Form ist dies fast so ­etwas wie ein Schlüsselfilm der digitalen Welt.

Searching USA 2018, 102 Min., R: Aneesh Chaganty, D: John Cho, Debra Messing, Start: 20.9.

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