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Roadmovie

„Señora Teresas Aufbruch in ein neues Leben“ im Kino

Ist es Zufall oder ein Zeichen? Auf dem Weg zu Teresas neuer Arbeitsstelle strandet der Bus in der Wüste. Zuvor hatte die alternde Dame Jahrzehnte als Hausmädchen bei einer Familie in Buenos Aires gelebt und den Sohn aufwachsen sehen

Arsenal Filmverleih

Doch nun müssen ihre Arbeitgeber das Haus verkaufen und schicken Teresa zu Verwandten, über 1.000 Kilometer entfernt. Durch eine Unachtsamkeit verliert die unfreiwillig Reisende auch noch ihre Tasche mit allem, was sie besitzt. Der ebenso hilfsbereite wie schlitzohrige Händler Gringo bietet eine Fahrt in seinem Lkw an.
Hauptdarstellerin Paulina García prägte sich vor allem für ihre intensive Darstellung in „Gloria“ ein, für die sie 2013 den Silbernen Bären bekam. Hier beeindruckt sie erneut, diesmal als pflichtbewusste Frau, in deren Innern es gewaltig brodelt. Unausgesprochen steht die Frage im Raum: Was wäre, wenn Teresa die gewohnten Bahnen ganz verließe? Ihr altes Leben wird in sparsamen, aber pointierten Rückblenden umrissen.
Mehr Raum widmen die Regisseurinnen Cecilia Atán und Valeria Pivato der Gegenwart im Niemandsland der Wüste. Hier glauben die Menschen an die heilige Difunta Correa, die einst in der Wüste verdurstet sein soll, und für die man an selbst gebauten Altären Plastik­flaschen opfert. Ein Ritual, das auf die skeptische Teresa zunächst befremdlich wirkt. Doch ganz allmählich beginnt ein Satz Gringos seine Wirkung bei ihr zu entfalten: „Es hilft, wenn man an etwas glaubt.“

La Novia del Desierto (OT) CHI/ARG 2017, 78 Min, Cecilia Atán, Valeria Pivato, D: Paulina García, Claudio Rissi, Start: 30.11.

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