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„SEXarbeiterin“ im Kino

Lena Morgenroth ist eine junge, unscheinbare Berlinerin, die mit sexuellen Diensten ihr Geld verdient. Sie gehört zu den Frauen, die solche Arbeiten nämlich gern verrichten und deshalb von Alice Schwarzer gehasst werden. Und Lena ist sehr gefragt. Sie kann sich aussuchen, wem sie tantrische Massagen verpasst oder den Finger in den Po steckt. Hier wird ganz offen über sexuelle Vorlieben gesprochen. Meistens geht es jedoch nicht um krankhafte Phantasieauslebung, sondern eher um das Verlangen nach Wärme, Nähe und Geborgenheit.
Der sinnliche Film in Schwarz und Weiß lässt sich an manchen Stellen etwas zu viel Zeit und an manchen zu wenig. Die Protagonistin wirkt wie eine gewöhnliche Frau, die ihre sexuelle Lust beruflich nutzt. Da passt es auch, dass im Film eindringlich versucht wird, den Zuschauer von einer freiwilligen Form der Prostitution ohne Sexismus und Zuhälterei fern vom Rotlichtmilieu zu überzeugen.

Text: Lena Otto   

Foto: 2016 SEXarbeiterin

Orte und Zeiten: SEXarbeiterin

SEXarbeiterin D 2016, R: Sobo Swobodnik, 96 Min.

Kinostart: Do, 3. März 2016

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