Kino & Stream

„Shaun das Schaf“ im Kino

Seit das vom britischen Animationsstudio Aardman ursprünglich für eine Nebenrolle in dem Wallace-&-Gromit-Film „Unter Schafen“ (1995) ersonnene Schaf Shaun 2007 seine eigene Fernsehserie bekommen hat, feiern die knapp sieben­minütigen, wortlosen Knet-Animations­geschichten um das Leben auf einem Bauernhof weltweit Triumphe. Der Spielfilm „Shaun das Schaf“ beginnt vertraut: Shaun hat die Nase voll vom Trott und der Bevormundung durch den Hütehund Bitzer und entwirft einen Plan, um den Bauern für einen Tag in einem Wohnwagen schlafen zu legen. Doch das alte Vehikel macht sich selbstständig, und schon sind alle in der Stadt. Auch jenseits des gewohnten Terrains bleibt sich der wortlose Shaun-Humor mit der bereits in Stummfilmkomödien entwickelten Kunst treu, die Figuren in Windes­eile von einem Schlamassel ins nächste zu schicken. Generell gehört die vom Aardman-Studio zur Perfektion entwickelte Plastillin-Stop-Motion-Animation zu den schönsten Formen des Trickfilms, spürt man hier doch den handwerklichen Prozess und kann sich an einer liebevollen Detail­arbeit erfreuen, deren Witz sich auch bei mehrmaligem Sehen nicht erschöpft: „Shaun das Schaf“ ist ein weiterer Aardman-Klassiker.  

Text: Lars Penning

Foto: Studiocanal

Orte und Zeiten: Shaun das Schaf

Shaun the Sheep Movie (OT) GB 2015; R: Richard Starzak, Mark Burton; Sprecher OV: Justin Fletcher (Shaun), John Sparkes (Bitzer/Farmer); 85 Min.

Kinostart: Do, 19. März 2015 

Mehr über Cookies erfahren