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„Shut Up and Play the Hits“ im Kino

Shut_Up_and_Play_the_Hits_c_NeueVisionenFilmverleihAufhören bevor es peinlich wird? Als er seine ersten grauen Haare entdeckte, stellte sich für Sänger, DJ und Musiker James Murphy die Frage, wie lange er wohl noch mit seinem LCD Soundsystem um die Welt touren würde. Als subversiver Dance-Punker und Chef des New Yorker Dance-Labels DFA reflektiert er etwas präziser als Madonna und die Rolling Stones seine Rolle in dem von Jugendwahn geprägten Musikbusiness. Er schätzt die Glaubwürdigkeit, die Aussage und die Qualität von Musik und gab daher am 2. April 2010 im ausverkauften New Yorker Madison Square Garden vor 18?000 Fans sein letztes Konzert. Die Dokumentation „Shut Up and Play the Hits“ zelebriert die Magie und Kraft von LCD Soundsystem und erforscht in fragmentarisch eingestreuten Interviewpassagen, was in den 48 Stunden rund ums Finale in James Murphy vorging. Die Fragen streifen die Bedeutung von Erfolg, Familie, Image und das oszillierende Wesen von Popstars, zu denen sich Murphy angenehmerweise nie zählen wollte. Das Resultat ist eine sympathische Hommage an einen grüblerischen Mann mit unfehlbarem Gespür für Trends und Timing.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Neue Visionen Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Shut Up and Play the Hits“ im Kino in Berlin 

Shut Up and Play the Hits Großbritannien 2012; Regie: Will Lovelace, Dylan Southern; 108 Minuten; FSK 0;

Kinostart: 6. Dezember

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