Animationsfilm

„Sing!“ im Kino

Bei der Beliebtheit von Casting-Shows verwundert es, dass noch niemand früher auf die Idee gekommen ist, das Format in einem Animationsmusical zu verarbeiten

Foto: Universal Pictures

Das macht nun „Sing“, eine Produktion von Illumination ­Entertainment, die Filme wie „Ich – Einfach unverbesserlich“ oder zuletzt „Pets“ ins Kino gebracht hat und so zu einem der ­großen Player aufgestiegen ist. Das Konzept der Illumination-Filme ist dabei recht ähnlich: wenig Handlung, viele Verfolgungsjagden und Gags in schneller Folge.
Insofern weiß man im Grunde schon, was einen in der komplett von Tieren bevölkerten Welt von „Sing“ erwartet. Das Handlungsgerüst rund um die von dem ebenso optimistischen wie bankrotten Theaterbesitzer Buster Moon veranstalteten Talentshow, die ihn bloß in weitere Schwierigkeiten bringt, ist wenig originell, dafür liegt die Stärke der Computeranimation in der Charakterisierung seiner Hauptfiguren.
Die Gags mit Gorilla Johnny, der sich lieber künstlerisch betätigt als mit seinem Vater Einbrüche zu verüben, und der Schweinedame Rosita, die sich mit einem Leben als Hausfrau und Mutter von 25 Ferkeln herumplagt, besitzen Charme. Doch wie die anderen Illumination-Filme entwickelt auch „Sing“ letztlich kein unverwechselbares Flair.

Sing! USA 2016, 108 Min., R: Garth Jennings, Christophe Lourdelet, Start: 8.12.

Bewertungspunkte3

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