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A Skin Too Few – The Days of Nick Drake

Nick DrakeDünnhäutig war er, konnte den kommerziellen Misserfolg nicht ertragen. Hätte Nicholas Rodney Drake gewußt, dass sich heute viele Musiker auf seine Musik beziehen, ihn als wichtigen Einfluss auf die eigene musikalische Entwicklung bezeichnen – er wäre vielleicht nicht mit 26 Jahren an einer Überdosis Antidepressiva gestorben. REM, Radiohead, John Cale, Blur, Everything but the Girl, Beth Orton und last but not least Paul Weller nennen den Musiker, der 1976 von seinen Eltern „ewig schlafend“ im Bett aufgefunden worden ist, als wegweisend für das eigene musikalische Leben.

Nick Drake

Jeroen Berkvens Dokumentarfilm A Skin Too Few – The Days of Nick Drake zeichnet das kurze Leben des britschen Musikers, der 1948 in Rangoon/Burma geboren wurde nach und erzählt die Geschichte eines einsamen jungen Mannes. Drake verließ selten das elterliche Haus, lebte – ausser in der Schul- und Studienzeit – ausschließlich in seinem Zimmer und isolierte sich nach den kommerziellen Misserfolgen seiner drei Platten (Five Leaves Left, Bryter Layter und Pink Moon) eher noch mehr. Er litt zunehmend unter Depressionen. Seine Musik zeugt nicht nur von seinem Seelenzustand, sondern auch von seinen Gemütslagen – ist zugleich wunderschön und tieftraurig. Ausschließlich heute zeigt das White Trash den 48 min. Film aus dem Jahr 2000. Ein Muss für Freunde guter Musik und schöner Bilder.

White Trash

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