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„So glücklich war ich noch nie“ mit Nadja Uhl im Kino

So glücklich war ich noch nieIn dem Dokumentarfilm „Die Hochstapler“ porträtierte Alexander Adolph vier echte täuschende und blendende Delinquenten und ihren Drang zur Kunst des angemaßten Lebensstils. Jetzt hat er seine leise Faszination für die Hochstapelei in dem Spielfilm „So glücklich war ich noch nie“ zu einer eher romantischen als schwar­zen Komödie, einer Berliner Kiezvariante von „Pretty Woman“ verarbeitet.
Devid Striesow spielt den notorischen Gauner Frank, Nadja Uhl seine angebetete Tanja, die er von ihrem schnoddrig cool gemanagten Prostituiertendasein erlösen, das heißt, aus ihrem Bordell freikaufen will. Für die zwei, die jeder für sich das Geschäft mit der Täuschung verstehen, wird das Glück zu einem Spiel mit dem Grö­ßenwahn. Gleich beim ersten, natürlich unbezahlbaren Geschenk an Tanja wird Frank verhaftet, landet im Gefängnis, fällt danach seinem gutmütigen Bruder zur Last und lässt sich schließlich auf einen Job als Putzmann ein. Doch der Absturz reizt zu neuem Risiko. Um Tanja zu gewinnen, traut sich Frank noch größere Schwindeleien zu, stets unergründlich stur mit feinen Manieren die Dummheit seiner Opfer im Neuberliner Milieu ausnutzend.

Text: Claudia Lenssen

tip-Bewertung: Annehmbar

So glücklich war ich noch nie, Deutschland 2009; Regie: Alexander Adolph; Darsteller: Devid Striesow (Frank), Nadja Uhl (Tanja), Thomas Thieme (Schlickenrieder); Farbe, 94 Minuten

Kinostart: 9. April 2009

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