Partyfilm

„So was von da“

Silvester auf St. Pauli. Party ist angesagt, aber hallo. Es wird die Abschlussnacht sein für den Musikclub von Oskar (Niklas Bruhn) und Pablo (David Schütter). Denn die Finanzen, die hat Oskar nicht richtig im Griff.

DCM/ Gordon Timpen

Alle Kumpels werden zugegen sein: die durchgeknallte Nina (Martina Schöne-Radunski), der erfolgreiche Musiker Rocky (Matthias Bloech), die geerdete Leo (Esther Blankenhagel). Wie es ab Neujahr weitergeht? Scheißegal.

Die Partynacht mit etlichen Live-Gigs liefert ­Dubioses: Nicht nur, dass Rockys Eltern, der Ex-Rock’n’Roller Toter Elvis (Die-Ärzte-Drummer Bela B.) und seine werte Gattin, die Innensenatorin (Corinna Harfouch), auftauchen, auch Mathilda (Tinka Fürst) ist da. Mathilda! Oskars nach wie vor betörende Verflossene, von der er sich im Innern längst verabschiedet hat.

Seit seinem Überraschungserfolg mit „Love Steaks“ gilt der Wahlberliner Jakob Lass als Garant für erfrischendes neues deutsches Kino. Nach „Tiger Girl“ nun also diese Adaption des gleichnamigen Romans von Tino Hanekamp. Wobei es sich Lass nicht nehmen ließ, seiner bewährten Vorgehensweise treu zu bleiben: wenig Drehbuch, viel Improvisation. Das Ergebnis: „die vielleicht erste improvisierte Roman­adaption“. Lass und sein Kameramann Timon Schäppi stürzen sich ins drogenverhangene Geschehen und entwerfen dabei eine stakkato­hafte Szenerie mit schnellen Schnitten. Gefeiert wird ausgiebig das Leben im Hier und Jetzt. Ein Film wie ein Rausch, der bei sensibleren Gemütern aber auch den begleitenden Kopfschmerz verursachen könnte.

So was von da D 2017, 90 Min., R: Jakob Lass, D: Niklas Bruhn, Martina Schöne-Radunski, Matthias Bloech, Tinka Fürst, Start: 16.8.

Mehr über Cookies erfahren