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„Song For Marion“ im Kino

Song for Marion

Wie bringt man einen mürrischen alten Mann, der mit Gefühlen nur so geizt, dazu, vor einem vollen Theater zu singen? Die Antwort: mit der Liebe zu seiner sterbenden Frau. Nein, dies ist kein Musical, sondern die wohl emotionalste Reise in Arthurs Leben. Für Marion tat er alles, er pflegte sie und brachte sie zu ihrer geliebten Chorgruppe. Und das, obwohl er für singende Rentner nur Spott übrighat. Vor ihrem Tod widmete Marion das Lied „True Colours“ ihrem „Fels“, dem Menschen, der 50 Jahre lang immer für sie da war. Ohne sie steigt nun auch Arthur aus dem Leben aus, bricht den Kontakt zu seinem Sohn James ab und schläft auf dem Sofa. Nur die engagierte junge Chorleiterin Eli­zabeth erkennt seinen weichen Kern. „Song für Marion“ schildert die Wiedergeburt eines einsamen Mannes, der am Ende des Films (und seines Lebens) noch einmal aufblüht. Ein Film, der alltagsnah und mit präzise ausgewählten Szenen über Familienprobleme, Liebe und Altwerden berichtet. Es ist eines von derzeit mehreren „Senioren-Dramen“, die ohne viel Kitsch zeigen, dass alte Menschen genauso witzig und emotional sein können wie alle anderen Altersgruppen unserer Gesellschaft auch.

Text: Laura Rietz

Foto: 2012 Ascot Elite Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Song for Marion“ im Kino in Berlin

Song for Marion, GB 2012; Regie: Paul Andrew Williams; Darsteller: Terence Stamp, Vanessa Redgrave; 97 Minuten; FSK 0

Kinostart: 14. März 

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