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„Sounds and Silence“ im Kino

SoundsAndSilenceAn einer Stelle kann Arvo Pärt einfach nicht anders. Da geht der estnische Komponist etwas linkisch auf Manfred Eicher zu und beginnt mit dem irritierten Produzenten zu tanzen. Von solchen Momenten lebt der Dokumentarfilm „Sounds and Silence“ von Peter Guyer, der den Musikproduzenten Manfred Eicher auf seinen Reisen um die Welt begleitet. Das Label ECM, die „Edition of Contemporary Music“, ist Eichers Werk. Die immer sehr gediegenen CDs und Schallplatten mit den verwaschenen Landschaftsaufnahmen auf den Covern sind Ikonen für Kenner. Das Label-Programm, das keinen Unterschied zwischen notierter und improvisierter Musik macht, und die Qualität der Produktionen sind einzigartig. Peter Guyer kann das Geheimnis dieses Labels genauso wenig erklären, wie er auch gar nicht versucht, am Mythos zu kratzen – dazu sind die Büros der musikalischen Feingeister über einem Mediamarkt an der Münchner Autobahnausfahrt Gräfelfing zu schmucklos. So ist „Sounds and Silence“ ein unangestrengter Musikfilm geworden über die neuen und alten Stars des Labels und ihre konzentrierte Arbeit mit dem Musikproduzenten Manfred Eicher.

Text: Nicolaus Schröder

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Sounds and Silence“ im Kino in Berlin

„Sounds and Silence“ Schweiz 2009; Regie: Peter Guyer, Norbert Wiedmer; FSK k.A.

Kinostart: 28. Oktober

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