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Sparrow

Szene aus SparrowDie vier Spatzen genannten kantonesischen Taschendiebe machen in der Gauerkomödie Sparrow den Fehler – verführt von einer geheimnisvollen Femme fatale – einen mächtigen und gerissenen Geschäftsmann zu berauben, anstatt sich mit dem für sie durchaus einträglichen Job als Kleinkriminelle zu bescheiden. Mit schmerzhaften Konsequenzen.


Wie schon in seinem minimalistischen Meisterwerk The Mission (1999) portraitiert Hongkongs kreativster Filmemacher Johnnie To mit wenigen Worten und viel Liebe zum Detail ehrbewusste Männer im Beziehungsclinch, im professionellen und amourösen Wettbewerb. Es geht um freie Selbstbestimmung und Langfinger-Kung-Fu – und wer will, kann Sparrow auch als Manifest für das Recht zu rauchen betrachten. Ob Zigarette, Zigarre oder Pfeife – die Protagonisten qualmen alle wie die Schlote. Regisseur To, der hier so souverän inszeniert, ist selbst ein passionierter Raucher.

Text: Ralph Umard

Sparrow Hongkong 2008; Regie: Johnny To; Darsteller: Simon Yam (Kei), Kelly Lin (Lei-Chun), Ka Tung Lam (Bo); Farbe, 87 Minuten;
Kinostart: 4. September 2008

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