Jugenddrama

„Sparrows“ im Kino

Ísafjörður, ganz im Nordwesten Islands. Nicht gerade der Nabel der Welt. Besonders nicht für
einen 16-Jährigen aus Reykjavik

Foto: Peripher Filmverleih
Foto: Peripher Filmverleih

Nachdem die Mutter mit ihrem neuen Mann einen Job in Afrika angenommen hat, blieb Ari (eindrucksvoll: Oskar Fjalarsson, Foto) nichts weiter übrig, als zum Vater zu ziehen. Der bemüht
sich, ist aber in seinem Trott
aus Schuften in der Fischfabrik und Saufen mit den Kumpels gefangen.
Doch zum Glück gibt es ja Lára, eine Freundin aus Sandkastenzeiten. Die hat aber einen festen Freund, unsympathischer Typ. Vom Vater zum Ferienjob in der Fischfabrik verdonnert, findet Ari einen Arbeitskollegen als Kumpel. Dennoch: Leicht ist das Leben nicht für einen jungen Mann, der sowieso nicht genau weiß, wo sein Leben hinführen soll.
Der isländische Autor Rúnar Rúnarsson findet in seinen exakten, gut durchkomponierten Bildern ein schönes Äquivalent für das Innenleben seiner Hauptfigur. Da wirkt selbst die grandiose Berglandschaft Islands mitunter bedrückend. Ein intensives, langsam erzähltes Drama, recht schnörkellos und voller stiller Empathie.

Þrestir (OT)  ISL/DK/CRO 2015, 99 Min., OmU,  R: Rúnar Rúnarsson, D: Oskar Fjalarsson, Ingvar Eggert Sigurdsson, Rakel Björk Björnsdóttir, Start: 24.11.
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