Gruselthriller

„Split“ im Kino

Viele MacAvoys Unterhaltsamer Schund: der reißerische Gruselthriller „Split“

Die Karriere von M. Night Shyamalan verlief nach dem Welt­erfolg „The 6th Sense“ eher unstet. Inzwischen ist er bei Blumhouse gelandet, wo der clevere Jason Blum kostengünstig Genreware herstellen lässt wie die erfolgreiche „Purge“-Serie. Filme, die es nicht darauf anlegen, als großes Kino wahrgenommen zu werden. Bei Shyamalan wird man nach „Split“ jedenfalls feststellen können, dass er das Handwerk effektiven filmischen Erzählens immer noch exzellent beherrscht.
Die Geschichte ist ein klassischer Reißer: Drei attraktive Teenager werden von einem Mann in ein Verlies gesteckt. Wird es ihnen gelingen, sich zu befreien? Dazu müssen sie ihren Peiniger erst einmal kennenlernen. Das ist bei Dennis nicht so leicht, denn er leidet an einer multipolaren Störung. Er ist „gespalten“ („Split“), mehr als ein Dutzend Identitäten ­„leben“ in ihm. Vor allem die intel­ligente Außenseiterin Casey könnte sich das zunutze machen. Die Besetzung dieser Rolle mit Anya Taylor-Joy („The Witch“) ist für „Split“ schon die halbe Miete, denn sie zeigt sich als herausragendes Talent in einem sehr ansprechenden Schundfilm und besteht sogar neben dem großartigen James McAvoy, der virtuos das Innenleben von Dennis nach außen bringt.

Split USA 2016, 117 Min., R: M. Night Shyamalan, D: James McAvoy, Anja Taylor-Joy, Betty Buckley, Start: 26.1.

Bewertungspunkte3

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