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„Splitter Afghanistan“ im Kino

Seit 2002 ist Helga Reidemeister gemeinsam mit dem Kamermann Lars Barthel mehrfach nach Afghanistan gefahren und hat dort beobachtet und dokumentiert, was aus der Operation „Enduring Freedom“ nach dem 11. September 2001 geworden ist: jedenfalls keine „beständige Freiheit“ für das afghanische Volk. Mit ihrem aktuellen Film „Splitter Afghanistan“ macht Reidemeister vor allem darauf aufmerksam, dass das Land damals großflächig vermint wurde, was zur Folge hat, dass sehr viele Menschen schwere Verletzungen erleiden. Ein orthopädisches Zentrum in Kabul bildet den Mittelpunkt dieses Films, der mit immer wieder erschütternden Bildern die humanitäre Seite der Konflikte in Afghanistan betont. Auf einer Fahrt in den Süden, die Reidemeister und ihr Team gegen den Rat der deutschen Botschaft unternehmen, wird dann auch das politische Spektrum des Landes erkennbar, in dem die Mullahs schließlich erkennen lassen, dass es nun auch mit dem Dokumentarfilmen ein Ende haben müsse.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Basis Filmverleih

Orte und Zeiten: Splitter Afghanistan

Splitter Afghanistan D 2013. Regie: Helga Reidemeister. 74 Minuten.

Kinostart: Do, 22. Januar 2014

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