Historiendrama

„Storm und der verbotene Brief“ im Kino

Der zwölfjährige Storm (Davy Gomez) lebt zur Zeit der Reformation mit seiner Familie in Antwerpen.

Foto: Ricardo Vaz Palma

Jeden Tag hilft er seinem Vater bei der Arbeit in der Familiendruckerei. Dieser erhält eines Tages den geheimen Auftrag, ­einen Brief von Martin Luther zu drucken – und wird dabei ertappt. Während sein Vater zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt wird, gelingt es Storm, mit der fertigen Druckplatte des Briefes zu fliehen. Doch der Inquisitor der katholischen Kirche möchte die Veröffent­lichung um jeden Preis verhindern.
Im Brief spricht Luther von einem gnädigen Gott und hetzt gegen die Ablassbriefe: Bürger bezahlen dafür, sich, ohne wahre Reue zu benötigen von ihren Sünden reinzuwaschen. Auf seiner verzweifelten Flucht trifft Storm auf die scheue, aber sehr clevere Marieke (Juna de Leeuw), die als Waisenmädchen in der Kanalisation der Stadt lebt. Gemeinsam mit ihr versucht er nun alles, um seinen Vater vor dem Tode zu bewahren. Doch es geht auch um etwas viel Größeres: den Kampf um Freiheit und Glauben.
Passend zum 500-jährigen Reformationsjubiläum vereint der holländische Regisseur Dennis Bots Historiendrama und Jugendfilm. Für diese Kombination ist er schon aus „Das ­große Geheimnis“ (2014) oder „Code M“ (2015, soeben auf DVD erschienen) bekannt. Dabei gelingt es ihm, die komplexen Konflikte der Reformationszeit kindgerecht und spannend aufzubereiten. Newcomer Davy Gomez, der vorher nur in Musicals zu sehen war, bildet gemeinsam mit Juna de Leeuw ein überzeugendes Filmpaar.

Storm: Letters van Vuur (OT) NL 2017, 105 Min., R: Dennis Bots, D: Davy Gomez, Juna de Leeuw, Maarten Heijmans, Start: 23.3.

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