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„Storyboards von Hitchcock bis Spielberg“ im Filmmuseum Berlin

storyboard_Taxi_DriverDie Zeichner von Storyboards führen ein Schattendasein. Ihr Name taucht nicht im Vorspann, sondern allenfalls im Abspann von Filmen auf. Dabei tragen sie oft maßgeblich zu deren Gestaltung bei: Ihre Entwürfe sind die erste visuelle Interpretation des Drehbuches, sie vermitteln eine frühe ästhetische Vorstellung davon, wie es umgesetzt werden soll. Ihre Bilderfolgen ahnen die Auflösung, Dramaturgie und Atmosphäre der Szenen voraus (Bild: „Taxi Driver“). Sie besitzen den großen, verführerischen Vorzug der Anschaulichkeit. Es überrascht also, dass die große Storyboard-Ausstellung der Deutschen Kinemathek erst die zweite zu diesem Thema ist. Sie ist eine Schatztruhe der Schauwerte. Mutig stellt sie den konzeptionellen Entwürfen Beispiele aus der modernen bildenden Kunst gegenüber – so werden zum Beispiel Motive von Arthur Max für „Panic Room“ mit Lucio Fontana in Verbindung gebracht. Die Ausstellung tritt den Beweis an, dass die Zeichner nicht nur Auftragskünstler, sondern auch Weltenschöpfer sind.

Zwischen Film und Kunst – Storyboards von Hitchcock bis Spielberg Filmmuseum Berlin, Mi 10.8. bis So 27.11.

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